Forschungsstelle für Italienisches Recht

"La legge è uguale per tutti" - Das Gleichheitsgebot ist in jedem italienischen Gerichtssaal gut sichtbar angebracht.

Veranstaltungshinweis

12.-13.11.2026 | Deutsch-italienisches Doktorandenseminar zum Privat- und Gesellschaftsrecht

Portrait

Die Beschäftigung mit dem italienischen Recht ist aus deutscher Sicht nicht nur für theoretisch arbeitende Rechtsvergleicher wegen der Originalität der italienischen Rechtsordnung von hohem Interesse, sondern auch wegen der starken Präsenz italienischer Staatsbürger in Deutschland (rd. 650.000) und wegen des regen deutsch-italienischen Wirtschaftsaustausches. Mit dem deutsch-italienischen Handelsverkehr – und erst recht mit dem bayerisch-italienischen Handelsverkehr – ist ein enormer juristischer Beratungsbedarf verbunden. Hinzukommen umfangreicher deutscher Immobilienbesitz in Italien und der lebhafte Italientourismus.

Kenntnisse im italienischen Recht und das Erlernen der italienischen Rechtssprache sind vor diesem Hintergrund schon deshalb sinnvoll, weil sich junge Juristinnen und Juristen hierdurch Zugang zu einem großen Rechtsberatungsmarkt verschaffen.

Die Forschungsstelle für italienisches Recht wurde im Jahr 2007 an der Universität Augsburg gegründet und Ende 2011 infolge des Wechsels von Prof. Dr. Dr. h.c. Kindler an die Juristische Fakultät der LMU transferiert. Die Fortsetzung der vormaligen Augsburger Forschungsstelle an der Ludwig-Maximilians-Universität bietet den institutionellen Rahmen für die wissenschaftliche Befassung mit dem italienischen Recht in München. Zugleich liefert sie eine Basis, die Forschungsergebnisse in die Lehre einzuspeisen. Daraus ergibt sich ein unmittelbarer praktischer Nutzen für Studierende der Rechtswissenschaften an der LMU und für Referendare. In regelmäßigen wissenschaftlichen Veranstaltungen werden interessierte Juristen aus Praxis und Wissenschaft zusammengeführt. Die Veranstaltungen sind aber selbstverständlich auch für die Studierenden der Juristischen Fakultät der Universität offen.

Professor Kindler veröffentlicht seit 1986 zu Themen des italienischen Rechts und zu Fragen des deutsch-italienischen Rechtsverkehrs. Die Bücher „Einführung in das italienische Recht“ (C.H.Beck, 3. Aufl., 2022) und „Italienisches Handels- und Wirtschaftsrecht“ (Verlag Recht und Wirtschaft, 3. Aufl., 2026) sind Standardwerke. Professor Kindler ist zudem seit 1995 als Rechtsgutachter zum italienischen Recht für deutsche Gerichte tätig (§ 293 ZPO). Hinzukommen eine dreijährige praktische Erfahrung als Rechtsanwalt im deutsch-italienischen Rechtsverkehr (1988-1991) und – seit 1999 – das Amt als Generalsekretär der Deutsch-italienischen Juristenvereinigung (www.dijv.org). Diese Organisation ist die größte bilaterale Juristenvereinigung Deutschlands, was einmal mehr die Bedeutung des deutsch-italienischen Rechtsverkehrs auch für die Berufsaussichten junger Juristen verdeutlicht. Präsidentin dieser Vereinigung ist die Präsidentin des Bundesgerichtshofes, Bettina Limperg. 2017 wurde Professor Kindler für seine Verdienste um die deutsch-italienischen Rechtsbeziehungen die Ehrendoktorwürde der Università degli Studi di Molise verliehen. Feste Arbeitsbeziehungen der Forschungsstelle bestehen u.a. mit Rechtswissenschaftlern an den Universitäten (alphabetisch) Ferrara, Florenz, Genua, Mailand (zur Università degli Studi di Milano wie auch zur Università Cattolica del Sacro Cuore), Padua, Triest, Verona.

Leiter

Prof. Dr. jur. Dr. h.c. Peter Kindler

Universitätsprofessor

Postanschrift und Sitz:

Adresse
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c/o Lehrstuhl Prof. Dr. Peter Kindler, Institut für Internationales Recht, Veterinärstraße 5, 80539 München
Telefon
+49 89 2180-2793
E-Mail
peter.kindler@jura.uni-muenchen.de