19.3.2026, 17:00 Uhr | Anmeldung erforderlich
Das Munich Center for Dispute Resolution und der Förderverein Initiative Rechts- und Justizstandort Bayern e.V. laden herzlich ein zur Tagung: Justiz und Zivilprozess im Föderalismus.
Die Justizorganisation und das Prozessrecht waren nie statisch und sollen dies auch nicht sein, denn die Gesetzgebung muss reagieren: auf gesellschaftliche und technische Entwicklungen (Digitalisierung und KI), auf Nachfrage (sinkende Klagezahlen) und Wettbewerber (ADR und ausländische Justizstandorte).
Anderseits ist Verlässlichkeit der prozessualen Rahmenbedingungen unabdingbar, damit sich Gerichte und Parteivertreter auf die Lösung der eigentlichen Konflikte konzentrieren können. Innovation und Verlässlichkeit sind also auszubalancieren, und dies ist im Föderalismus eine besondere Herausforderung: ein Wettbewerb in Deutschland um die bessere Lösung ist sinnvoll, Bayern kann etwa mit seinem Commercial Court und Zugang zum Online-Verfahren punkten, aber bundesweit einheitliche Regeln sind ein wichtiger Standortvorteil für Deutschland insgesamt, denn Rechtsunterschiede belasten die Rechtspraxis, erhöhen Transaktionskosten und provozieren forum shopping. Und was folgt aus alledem für die heutige Vorliebe für Reallabore und Erprobungsgesetze?
Anmeldungen bitte bis 16. März 2026 an: cburger@mucdr.jura.uni-muenchen.de
Zum Flyer der Veranstaltung (PDF, 132 KB)
Rückfragen richten Sie bitte an das MuCDR