PERFORMING SCIENCE

Die Juristische Fakultät, das Münchener Zentrum für Nachhaltigkeit und das Residenztheater München nehmen derzeit eine Kooperation mit dem Titel PERFORMING SCIENCE in den Blick, um wissenschaftliche Forschung und Lehre mit künstlerischen Perspektiven zu verbinden. Die Allianz birgt das Potenzial, eine langfristige Zusammenarbeit zu etablieren und damit transdisziplinäre Entfaltungsräume für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit zu schaffen.

Die Kooperation errichtet hierfür eine Infrastruktur, die einerseits dem Theater die Akquise von wissenschaftlicher Expertise erleichtert und andererseits der Wissenschaft einen Zugang zu performativen Darstellungsformen eröffnet. Sie gibt zudem Veranstaltungsformaten ein institutionelles Dach, die genuin aus einer Verbindung der beiden Disziplinen erwachsen. In solchen Formaten sollen Wissenstransfer, Wissensproduktion und Theaterschaffen auf besonders augenfällige Weise verschmelzen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Nachhaltigkeit.

Die Inszenierung WIE SCHÜTZT DER MENSCH SICH VOR SICH SELBST? setzt sich mit dem Wesen des Menschen in einer krisenhaften Gegenwart auseinander. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob angesichts aktueller Phänomene menschlicher Selbstzerstörung noch Hoffnung auf Umkehr und Heilung besteht. In fünf Veranstaltungen wird die menschliche Existenz seit ihren Anfängen erinnert und in die Zukunft projiziert.

Die Gestaltung erfolgt in transdisziplinärer Anlehnung an ein gleichnamiges Forschungsprojekt zwischen der Ludwig-Maximilians-Universität und der Hochschule für Philosophie München. Beteiligt sind die Philosophin und Anthropologin Prof. Dr. Barbara Schellhammer sowie der Theologe Prof. Dr. Markus Vogt.

Die künstlerische Leitung erfolgt durch den Hausregisseur am Residenztheater Alexander Eisenach und den Schauspieler Maximilian Grünewald.

Die erste Veranstaltung findet am 31. Oktober 2026 statt. Karten können über das Residenztheater erworben werden.

Die Veranstaltungsreihe IM DICKICHT DER STADT widmet sich dem vielschichtigen Verhältnis von Mensch und Natur. Dafür wird die Wittelsbacher Wiese – eine Stadtbrache hinter dem Münchner Marstall – als symbolisches „Dickicht“ zum innerstädtischen Repräsentanten des Naturraums. Sechs Folgen beleuchten das Menschsein darin: als Sinneserfahrung, als Thema naturwissenschaftlicher Forschung, als rechtspolitische Vision und als Gegenstand wissenschaftlicher Kommunikation.

Von Seiten der Ludwig-Maximilians-Universität sind die Klimaforscherin Prof. Dr. Julia Pongratz, der Theologe Prof. Dr. Markus Vogt, die Professorin für Wissenschaftskommunikation und Klimabildung Prof. Dr. Imke Hoppe und die Gewässerökologin Dr. Maria Stockenreiter beteiligt.

Die künstlerische Leitung erfolgt durch den Hausregisseur am Residenztheater Alexander Eisenach und den Schauspieler Maximilian Grünewald.

Mitwirkende

Dr. Nicolai von Maltitz, LL.M. (Columbia/UvA)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Koordinator der Munich Climate School

Lukas Hoinle

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Leyla Yusubova

Studentische Hilfskraft