Internationales Symposium zur Haftung für mittelbare Urheberrechtsverletzungen
06.11.2026
Am 6.11.2026 fand an der LMU ein internationales Symposium zum Urheberrecht statt, an dem Rechtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den USA, Japan, Hong Kong, Norwegen, Frankreich und Deutschland teilgenommen haben.
IP-Rechtsverletzungen werden häufig über Plattformen oder soziale Netzwerke begangen und es stellt sich die Frage, ob, wann und wie der Plattformbetreiber haftet. Ähnliche Probleme stellen sich durch KI im Dreieck von Rechtsinhaber, KI-Anbieter und Nutzer. Hinzu kommen aufgrund der neuen Technologien auch neue Zuständigkeits- und Haftungsfragen im Patent- und Markenrecht.
Für das klassische IP- und Deliktsrecht stellen diese Konstellationen in vielen Ländern eine Herausforderung dar. Beispielsweise haben der US Supreme Court im Fall Cox v. Sony und der EuGH in Peterson v. Google grundlegende Urteile gefällt; auch das neue Einheitspatentgericht (EPG) hat schon in einem wichtigen Haftungsfall entschieden (Philips v. Belkin).
Die LMU (Lehrstühle Matthias Leistner und Ansgar Ohly) hat zu dieser Thematik am 6.11. in Kooperation mit der Columbia University New York und der Waseda University Tokio einen rechtsvergleichenden Workshop veranstaltet, an dem führende Rechtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den USA, Japan, Hong Kong, Norwegen, Frankreich und Deutschland teilgenommen haben.
Aus dem Symposium soll ein Buch entstehen, das voraussichtlich bei Cambridge University Press erscheinen wird.